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Weihnachtsgeschenke vor 50 Jahren und heute

Die Weihnachtszeit ist die wohl besinnlichste Zeit des Jahres, und seit jeher sehnen strahlende Kinderaugen den Weihnachtsabend herbei. Und das früher auch nicht viel anders als heute. Kinder verbinden Weihnachten vor allem mit Geschenken, doch hat sich die Kultur der Präsente innerhalb der letzten Jahrzehnte deutlich verändert. Das belegt ein Vergleich der Gaben in den 1960er Jahren mit dem aktuellen Trend.

Ein Weihnachtsabend im Jahr 1963

Weihnachtsgeschenke früher und heute

Rainer Sturm/ pixelio.de

Die Kinder, die im Jahr 1963 Heiligabend feiern durften, werden einige Jahre später eine zunehmende Veränderung beschreiben können. Ihre Eltern haben die Nachkriegszeit maßgeblich geprägt, und mussten den Schrecken des Krieges mitunter hautnah erleben. Solche Erfahrungen prägen einen Menschen.

Deutschland befand sich sowohl wirtschaftlich als auch politisch im Umbruch. Die meisten Menschen hatten schlichtweg nicht genug Geld, um ihren Kindern große Geschenke zu machen. Im Vordergrund stand vielmehr die Funktionalität der Weihnachtsgaben. Zudem sollten sie vor allem altersgerecht sein. Die Weihnachtsgeschenke wurden häufig noch selbst gebastelt. Wenn Jungs im Hinterhof die Erlebnisse der Weltmeisterschaft von 1954 Revue passieren ließen, freuten sie sich an Weihnachten umso mehr über einen neuen Fußball. Die Weihnachtsgeschenke für Jungs waren damals sehr schlicht und funktional.

Für Mädchen wurden stattdessen aufwendige Puppenstuben oder Kaufmannsläden gebaut. Eltern wollten vor allem die Aktivität und den Gemeinschaftssinn der Kinder fördern. Neben dem Fußball waren Sportgeräte wie Rollschuhe, Hula-Hoop-Reifen oder ein Springseil sehr begehrt. Um die Kinder soziale Geselligkeit erleben zu lassen, wurden außerdem Gesellschaftsspiele oder Puzzles verschenkt.

Diejenigen Familien, die bereits von dem Wirtschaftswunder partizipieren konnten, überraschten die Kinder auch mit technischen Präsenten. Der Plattenspieler oder die Modelleisenbahn brachten nicht nur Kinderaugen zum Strahlen. Stattdessen hatten meistens auch die Familienväter viel Freude an der modernen Entwicklung.

Ein Weihnachtsabend im Jahr 2012

Moderne Weihnachtsgeschenke

Stefan Bayer/ pixelio.de

Derselbe Tag, allerdings 50 Jahre später. Die Verhältnisse am Heiligen Abend haben sich verändert. Weder der Gemeinschaftssinn noch die Bewegungsförderung stehen heutzutage im Mittelpunkt der Geschenkkultur. Stattdessen hat der technologische Fortschritt die Auswahl übernommen und elektronische Geschenke werden immer beliebter.

Handys, Spielkonsolen, Games und Filme, Navigationsgeräte, Heimkinoanlagen oder Tablets brechen jährlich die Verkaufsrekorde. Kinder werden ohne Zweifel zu einem festen Bestandteil der globalisierten Welt. Sogar die Werbung zeigt Eltern sehr deutlich, dass andere Geschenke kaum Sinn machen.

Viele Eltern geben sich dem Druck der Gesellschaft schlichtweg geschlagen. Die moderne Unterhaltungsindustrie befindet sich unaufhaltsam auf der Überholspur. Ältere Menschen übergeben den Kindern oder Enkelkindern derweil Geldgeschenke oder Gutscheine. Aufgrund der Schnelllebigkeit, die die Gesellschaft charakterisiert, haben sie mitunter auch den Überblick verloren. Insgesamt ist das Weihnachtsfest deutlich teurer geworden. Im Durchschnitt investiert jeder Verbraucher etwa 230 Euro für Geschenke.

Besonders ältere Menschen wenden 400 Euro oder sogar mehr auf. Der technische Fortschritt hat allerdings auch alte Traditionen in die moderne Zeit transferiert. Wurden früher Bücher verschenkt, haben heute MP3-Hörbücher Hochkonjunktur. In konventionellen Familien werden hingegen auch typische Weihnachtsgeschenke, wie zum Beispiel Bastelsachen, Malbücher oder Puppen, geschenkt. Ob die Kinder allerdings damit umgehen können, bleibt eine ganz andere Frage.

Früher war alles besser?

Das früher alles besser war kann und muss man so nicht sagen. Denn früher stand vermutlich noch der persönliche Bezug stärker im Vordergrund. Es wurde mehr Wert darauf gelegt, dass das Geschenk auch wirklich einen Zweck erfüllt und der Empfänger etwas damit anfangen kann.

Heutzutage werden öfters Geschenke gemacht, die nur kurzlebig sind und nach 2 Tage nur noch in der Ecke liegen. Wir empfehlen deshalb lieber zweimal nach zu denken. So können Sie auch mit kleinen Geschenken eine Freude bereiten oder Sie werden selbst aktiv und basteln etwas. Es ist also ratsam nach Bedürfnissen und Wüschen zu suchen, die es lohnt zu befriedigen.


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